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Stand: 17.07.2016

Pressemitteilung

Seniorenwallfahrt 2019 - Wallfahrt zum heiligen Florian

Von dort ging es zunächst per Bus nach Aschach an der Donau und weiter mit dem Schiff "Stadt Linz" nach Passau.

Im ganzen Landkreis waren Zusteigemöglichkeiten für die Teilnehmer organisiert worden. Elf Busse sammelten schon ab dem frühen Morgen ihre Fahrgäste ein, um sie in einer mehr als zweistündigen Fahrt an den Zielort St. Florian zu bringen. Wie geplant trafen sie dort auch ein. Caritas-Helferinnen begrüßten die Wallfahrer und beschenkten jeden mit einem Brezenstangerl als kleines zweites Frühstück.

Das Stift Sankt Florian hat eine reiche Geschichte. Seine Gründung geht zurück auf den heiligen Florian, der dort den Märtyrertod erleiden musste. Wann dort genau ein Gotteshaus entstand, ist nicht überliefert. Sicher ist aber, dass dort 1071 Augustiner-Chorherren eine Gemeinschaft gründeten und diese seither besteht. Einen Höhepunkt erlebte das Kloster, als Kaiser Karl VI. den Sieg über die Türken errang. Dieser Triumph ist auch in einem Deckengemälde des Marmorsaals künstlerisch dargestellt. Diese Kunstschätze, die das Kloster birgt, konnten die Besucher betrachten und über die Geschichte erzählte auch Probst Johann Holzinger, bevor der Wallfahrer-Gottesdienst in der Stiftsbasilika gefeiert wurde. Musikalisch gestaltet wurde diese Messfeier von Organist Klaus Sonnleitner, einem Pater des Konvents, der auf der Orgel spielte. Dieses großartige Musikinstrument, das über 103 Register und über 7386 Pfeifen verfügt, ist die größte Kirchenorgel Österreichs. Berühmt ist sie aber vor allem deshalb, weil darauf schon der Komponist Anton Bruckner gespielt hat, weshalb sie heute als "die Brucknerorgel" benannt ist.

Den Wallfahrergottesdienst zelebrierte Custos Harald Ehrl in Konzelebration mit elf Priestern aus dem Landkreis, die die Wallfahrer auf der Fahrt nach St. Florian begleitet hatten. Mit bekannten Liedern wurde diese Messfeier gestaltet. In seiner Ansprache stellte Harald Ehrl den heiligen Florian in den Mittelpunkt. Am Hauptportal des Klosters sei eine weibliche Figur angebracht, so erklärte Harald Ehrl, die die Constantia darstellte, also die Beständigkeit. Auf diese Eigenschaft ging Harald Ehrl näher ein, wann sie besonders gefragt sei und was einen Menschen mit diesem Wesenszug auszeichne. "Steherqualitäten sind heute gefragt, im Privaten, im Öffentlichen, im Wirtschaftlichen", stellte der Priester fest. Doch sei diese Eigenschaft auch früher schon erwünscht gewesen und als Tugend geführt worden. "Der heilige Florian war so ein Standhafter", sei zu behaupten, es sei zu sich gestanden, vor allem zu seinem Christsein. So musste er auch den Märtyrertod erleiden.

"Oft und schnell geht es an die Grenzen der Standhaftigkeit", müsse der Mensch immer wieder feststellen. Die Flucht sei mindestens so alt wie der Angriff und Fluchtwege seien im realen Leben genauso notwendig wie auch als Hintertürchen, die man sich im Leben offen halte.

Davonlaufen brauche Kraft, die Standhaftigkeit wahrscheinlich noch mehr, sagte Custos Ehrl. Doch woher könne man diese Kraft beziehen. "Gott gibt Halt, Florian spürte vielleicht diese Kraft des Geistes", verheißt unser Glaube. So seien Steherqualitäten im Leben notwendig und dienten dem Leben. "Und was dem Leben dient, das bleibt immer gefragt", schloss Harald Ehrl seine Predigt ab.

Am Ende der feierlichen Wallfahrermesse trat Geschäftsführer Daniel Schneider an den Ambo. Er sprach Dankesworte, zunächst dem Herrgott, dass er die große Gemeinschaft unter tollem Wetter zusammenführt hatte. Weiter richtete er seinen Dank an den Hauptzelebranten Harald Ehrl und die Priester aus dem Landkreis, die die Pilger begleitet und den Gottesdienst mitzelebriert hatten, an den Landkreis und Landrat Heinrich Trapp für die finanzielle Unterstützung, an alle Helferinnen und Helfer und an die Sekretärin Heidi Busler. "Das größte Dankeschön gilt aber Ihnen, liebe Seniorinnen und Senioren fürs Mitfahren und Mitbeten in unserer Wallfahrt", lautete der Abschluss, ehe Daniel Schneider zum Mittagessen einlud, das im Klosterhof kredenz wurde.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Innenhof galt es, sich wieder zu den Bussen aufzumachen. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreichte der Konvoi den Ort Aschach an der Donau. Dort wartete die "Stadt Linz" auf die Wallfahrer. 543 Personen gingen hier an Bord und wurden dort auf der Fahrt nach Passau bewirtet. Zunächst gab es Kaffee und eine leckere Apfeltorte, später auch eine Brotzeit mit einem bunten Teller mit Wurst und Käse. Dazu spielten drei Musikanten der Musikschule Dingolfing mit Leiter Georg Schwimmbeck. Mit an Bord war auch der zweite Vorsitzende des Caritas-Kreisverbandes, Josef Koch. Er begrüßte die Reisegruppe und dankte für das Mitfahren wie auch den Organisatoren Daniel Schneider und Heidi Busler. Sie hatten schon seit dem Frühjahr diese Wallfahrt vorbereitet und damit eine tolle Arbeit geleistet. Auch Landrat Heinrich Trapp wandte sich hier mit einem Grußwort an die Teilnehmer. Als eine Selbstverständlichkeit bezeichnete er es, diese Fahrt finanziell durch den Landkreis zu unterstützen und gab als Zugabe auch gleich noch bekannt, dass er den Zuschuss um 500 Euro auf 5000 Euro erhöhen wolle. Nicht versäumen wollte der Landrat, auf wichtige Neuerungen in der Versorgung der älteren Mitbürger durch den Landkreis einzugehen. Für ihn sei es zum letzten Mal, so schloss Heinrich Trapp sein Grußwort ab, dass er als Landrat teilnehme. Er müsse aber in Schlögen das Schiff verlassen, um einen wichtigen Termin am Abend wahrnehmen zu können. Und so hatte das Anlegen in Schlögen symbolischen Charakter. Heinrich und Marianne Trapp verließen das Schiff und winkten noch einmal zurück.

Gegen 19 Uhr erreichte die "Stadt Linz" die Anlegestelle am Rathausplatz in Passau, wo schon die Busse warteten. Reibungslos verlief das Umsteigen, noch einmal spielten die Musikanten den Reisenden auf, ehe diese ihren Bus suchten. Wohl behalten kamen alle wieder in ihren Heimatorten an und durften einen erlebnisreichen Tag abschließen.

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