Zum diesjährigen bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht verzeichnet die Landesstelle
Glücksspielsucht in Bayern (LSG) gemeinsam mit ihren Fach- und Kompetenznetzwerkstellen erneut eine erfreulich hohe Beteiligung: Mehr als 25 Einrichtungen beteiligen sich im gesamten Freistaat am Aktionstag. Mit innovativen Aktionen im öffentlichen Raum machen die Suchtberater auf die erheblichen Risiken und Folgen der Glücksspielsucht aufmerksam.
Glücksspielsucht ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die oft im Verborgenen beginnt, aber teils verheerende Konsequenzen hat. Betroffene riskieren nicht nur ihre finanzielle Existenz, sondern zerstören häufig auch familiäre Beziehungen, Freundschaften und ihre eigene psychische Gesundheit. Die permanente Verfügbarkeit von Glücksspielen, gerade im Online-Bereich, senkt die Einstiegshürden dramatisch und beschleunigt den Weg in die Abhängigkeit.
"Glücksspiel ist kein harmloser Zeitvertreib, sondern birgt ein massives Suchtpotenzial. Die Abwärtsspirale aus Verlusten und dem verzweifelten Drang, diese wieder auszugleichen, dreht sich oft rasend schnell - wie schnell man dabei buchstäblich alles verlieren kann, wird leider meist erst dann erkannt, wenn die Folgen bereits schwerwiegend sind", warnt Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte. Um mit den Menschen niederschwellig und direkt ins Gespräch zu kommen, führt die überwiegende Anzahl der teilnehmenden Stellen in diesem Jahr eine besondere Aktion durch: In öffentlichen Räumen werden sogenannte Demokratiesäulen aufgestellt. Diese Säulen laden Passantinnen und Passanten dazu ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie erhalten eine gezielte Frage zum Thema Glücksspiel und haben drei mögliche Antworten zur Auswahl. Durch den Einwurf eines Balls in eine von drei transparenten Röhren geben sie ihre Stimme ab. Am Ende der Aktion lässt sich an den Säulen visuell eindrucksvoll ablesen, was die Mehrheit darüber denkt.
Ergänzt wird dieses interaktive Highlight durch weitere, individuell gestaltete Aktionen einzelner Fach- und Kompetenznetzwerkstellen, die vor Ort eigene kreative Schwerpunkte in der Präventionsarbeit setzen. Alle bayerischen Aktionen finden Sie hier.
Tanja Franz (Verwaltung) und Sandra Süssel (Leitung der Caritas Fachambulanz
Dingolfing).Tanja Zinsmeyer
Auch die Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme Dingolfing beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag. Die Beraterin Julia Penninger steht vor Ort Passantinnen und Passanten sowie Medienvertretern für Fragen zur Verfügung. Die Aktion findet am Mittwoch, 30. September, von 10 bis 13 Uhr in der Passage zum Parkhaus am Marienplatz statt.
Weitere Informationen zur Arbeit der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, zum Aktionstag sowie zu regionalen Hilfeangeboten finden Sie auf der Website der LSG.