Über 200 Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus dem gesamten Landkreis Dingolfing-Landau machten sich in den frühen Morgenstunden mit vier Bussen auf den Weg zu der Kloster- und Münsterkirche St. Martin in Fischbachau.
Begleitet wurden die Seniorinnen und Senioren von zahlreichen Pfarrern aus dem Landkreis. Nach der Ankunft im oberbayerischen Leitzachtal wurden sie vom Helferteam der Caritas herzlich in Empfang genommen. Mit frischen Brezen war auch für eine erste Stärkung gesorgt.
Hauptzelebrant Dekan Jürgen Eckl aus Pilsting mit den Konzelebranten Pfarrer Schinko aus Mengkofen, Pfarrer Pruszynski aus Dingolfing, Pfarrer Gleißner aus Mamming, Pater Salomon aus Loiching, Pfarrer Frantescu aus Oberhausen sowie Pfarrer Marottinilkunnathil aus Teisbach.
Der Gottesdienst begann mit der Begrüßung durch den örtlichen Pfarrer Spitzhirn. Die heilige Messe wurde von Hauptzelebrant Pfarrer und Dekan Jürgen Eckl aus Pilsting gemeinsam mit den mitgereisten Konzelebranten Pfarrer Schinko aus Mengkofen, Pfarrer Pruszynski aus Dingolfing, Pfarrer Gleißner aus Mamming, Pater Salomon aus Loiching, Pfarrer Frantescu aus Oberhausen sowie Pfarrer Marottinilkunnathil aus Teisbach zelebriert. Für die musikalische Gestaltung an der Orgel sorgte Marco Heine.
Für eine kurze, durchaus heitere Unterbrechung sorgte um 11 Uhr der bundesweite Probealarm. Ausgerechnet während des Liedes "Wer glaubt, ist nie allein" ertönte der Alarm auf allen Smartphones und sorgte für einen kurzen Moment der Verwunderung in der Kirche.
Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte geschäftsführender Vorstand der Caritas Dingolfing Josef Süß die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen hatten.
Organist Marco Heine begleitete die heilige Messe musikalisch.
Auch Caritasratsvorsitzender Rolf-Peter Holzleitner richtete Grußworte an die Wallfahrerinnen und Wallfahrer. Unter dem Leitgedanken "Gemeinschaft feiern" betonte er die Bedeutung des Zusammenhalts und des Miteinanders. "Gemeinschaft feiern heißt, in Frieden zu leben und miteinander unterwegs zu sein", so Holzleitner. Er dankte Hauptzelebrant Eckl für seine "warmen Worte". Gerade in schwierigen Zeiten gelte es, den Mut nicht zu verlieren, die Freude zu bewahren und die Gelegenheit zu nutzen, beieinander zu sein und Gemeinschaft zu feiern.
"Vergelt’s Gott an die Caritas für ihren Dienst an den Menschen", sagte Holzleitner. Sein besonderer Dank galt auch den Wallfahrerinnen und Wallfahrern, die die Kirche an diesem Vormittag bis auf den letzten Platz füllten. Für den weiteren Tag gab er allen einen einfachen Wunsch mit auf den Weg: "Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Lachen und lächeln - das strahlt Frieden aus." Diese Freude und das Gefühl der Gemeinschaft sollten die Wallfahrerinnen und Wallfahrer mit nach Hause nehmen. Verbunden war dies mit dem Wunsch, "dass der Herrgott immer bei uns ist".
Landrat Werner Bumeder konnte leider nicht persönlich teilnehmen, ließ den Wallfahrerinnen und Wallfahrern jedoch seine besten Grüße ausrichten.
Caritasratsvorsitzender Rolf-Peter Holzleitner begrüßt in der Münster- und Klosterkirche alle Teilnehmenden.
Nach dem Gottesdienst ging es zum gemeinsamen Mittagessen in das Klosterstüberl in Fischbachau. Bereits im Vorfeld hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, aus vier verschiedenen Gerichten auszuwählen. So war für jeden Geschmack etwas dabei. Das Musikerduo Georg Schwimmbeck und Thomas Moser sorgte für gute Stimmung und unterhielten die Gäste mit ihrer Musik.
Mittagessen im Klosterstüberl in Fischbachau.
Am Nachmittag führte die Fahrt weiter nach Schliersee zum Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Dort warteten zunächst Kaffee und Kuchen auf die Wallfahrerinnen und Wallfahrer. Anschließend blieb ausreichend Zeit, um das Freilichtmuseum in Ruhe zu erkunden und die Eindrücke des Tages auf sich wirken zu lassen.
Am späten Nachmittag trat die Gruppe schließlich die Heimreise an. Dank der guten Organisation verlief auch die Rückfahrt problemlos, sodass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohlbehalten in ihre Heimatgemeinden zurückkehrten. Die begleitenden BRK-Kräfte aus Dingolfing waren für den Ernstfall vor Ort, mussten erfreulicherweise jedoch nicht eingreifen.
Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen der Seniorenwallfahrt beigetragen haben: den Organisatoren und Helferinnen und Helfern, den Geistlichen, den Musikern, den Busfahrern sowie den Kräften des BRK. Ebenso gilt der Dank den Verantwortlichen und Mitarbeitern vor Ort in Fischbachau und Schliersee.
Durch die finanzielle Unterstützung des Landkreises Dingolfing-Landau und des Diözesan-Caritasverbandes Regensburg konnte auch in diesem Jahr eine gelungene Seniorenwallfahrt durchgeführt werden.
Am Ende blieb vor allem eines: ein Tag der Begegnung, des Glaubens und der Gemeinschaft - ganz im Sinne des Mottos "Gemeinschaft feiern".
Josefine und Josef Huber aus Poxau sind inzwischen schon echte Stammgäste bei der Seniorenwallfahrt: Zum vierten Mal nahmen sie bereits daran teil. Besonders die schönen Begegnungen machen diesen Tag für sie so wertvoll. „Es ist so schön, denn hier trifft man auch alte Schulfreunde, die man schon lange nicht mehr gesehen hat“, erzählt Frau Huber. Für die beiden ist deshalb klar: Auch im nächsten Jahr möchten sie wieder dabei sein.
Kathie und Ludwig Seldmeier gehören schon zu den besonders treuen Teilnehmern der Seniorenwallfahrt: Bereits zum zehnten Mal sind sie heuer mit dabei. Seit 60 Jahren gehen die beiden gemeinsam durchs Leben. Besonders schätzen sie die gute Betreuung während der Wallfahrt und die schöne musikalische Begleitung, die jedes Jahr für eine ganz besondere Stimmung sorgt. Für sie ist die Seniorenwallfahrt längst zu einer liebgewonnenen Tradition geworden.
Für Friedrich und Theresia Meindl war es heuer die erste Teilnahme an der Seniorenwallfahrt. Seit 63 Jahren sind die beiden verheiratet und haben in dieser langen gemeinsamen Zeit viel miteinander erlebt. Ein schönes Bild bot sich auch beim Besuch im Wasmeier Museum, wo die beiden Hand in Hand durch die Ausstellung gingen. Den gemeinsamen Ausflug mit der Seniorenwallfahrt haben sie sehr genossen. Wenn es ihre Gesundheit erlaubt, möchten sie im nächsten Jahr sehr gerne wieder mit dabei sein.