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Pressemitteilung

Wie komme ich an mein Geld?

Aktionswoche Schuldnerberatung 2026: Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird – Infoveranstaltung im Caritas Beratungszentrum am Mittwoch, 17. Juni, von 13 bis 15 Uhr

Erschienen am:

05.06.2026

Herausgeber:
Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.
Von-der-Tann-Straße 7
93047 Regensburg
0941 5021-0
0941 5021-125
0941 5021-0
0941 5021-125
0941 5021-125
info@caritas-regensburg.de
www.caritas-regensburg.de
  • Beschreibung
Beschreibung

Zwei Frauen im PorträtDie Caritas-Schuldnerberaterinnen Christine Hackl (re.) und Monika Kortus klären Multiplikatoren im Rahmen der Aktionswoche Schuldnerberatung über das Pfändungsschutzkonto auf. (Foto: Susanne Schophoff)

Regensburg. Das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) soll Menschen in finanziellen Notlagen schützen. Doch in der Praxis funktioniert dieser Schutz oft nicht reibungslos. Unter dem Motto "Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird" macht die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni 2026 auf die Schwierigkeiten aufmerksam, mit denen viele Betroffene trotz gesetzlichem Pfändungsschutz konfrontiert sind.

Mehr als 300.000 Kontopfändungen pro Monat

Laut Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) gibt es bundesweit monatlich rund 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen. Das P-Konto soll sicherstellen, dass Betroffene trotz Pfändung über Geld für ihren Lebensunterhalt verfügen können.

"Viele Menschen sind überrascht, wenn ihr Konto plötzlich nicht mehr nutzbar ist", sagt die Caritas-Schuldnerberaterin Monika Kortus. Wer frühzeitig auf Mahnungen und Vollstreckungsmaßnahmen reagiere und sich beraten lasse, könne eine Eskalation oft verhindern.

Für viele Betroffene gehe es dabei um weit mehr als finanzielle Fragen: "Wenn Menschen nicht mehr an ihr Geld kommen, können sie ihre Miete nicht bezahlen, keine Lebensmittel einkaufen oder notwendige Medikamente besorgen. Das löst enormen Druck und Ängste aus", sagt Kortus.

P-Konto als Rechtsanspruch

Jede Kontoinhaberin und jeder Kontoinhaber hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, ein Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Es schützt einen festgelegten Freibetrag und soll sicherstellen, dass Geld für Miete, Strom, Lebensmittel und andere notwendige Ausgaben verfügbar bleibt.

Dennoch berichten Schuldnerberatungsstellen bundesweit von verspäteten Kontoumwandlungen, blockierten Guthaben oder nicht berücksichtigten Freibeträgen. "Wenn nichts da ist, kann man auch nichts nehmen. Das Existenzminimum muss geschützt bleiben - genau dafür gibt es das P-Konto", sagt Kortus. Viele Betroffene würden ihre Rechte jedoch nicht kennen oder hätten Schwierigkeiten, diese durchzusetzen.

Expertinnengespräch zum P-Konto

Anlässlich der Aktionswoche lädt das Schuldnerberatungsteam des Caritas Beratungszentrums St. Gabriel, Bruderwöhrdstraße 3, am Mittwoch, 17. Juni, von 13 bis 15 Uhr zu einem offenen Austausch ein. Bei einer Tasse Kaffee können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit den Fachkräften der Schuldnerberatung ins Gespräch kommen und Antworten auf Fragen rund um Kontopfändung, Freibeträge und Pfändungsschutz erhalten.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Mitarbeitende sozialer Einrichtungen, Beratungsdienste, Behörden sowie weitere Fachkräfte, die Menschen in schwierigen Lebenslagen begleiten. "Mit unserem Angebot möchten wir Unsicherheiten abbauen, praxisnahe Informationen vermitteln und den Austausch fördern", sagt Kortus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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